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05.03.2011
Christoph Antweilers Buch zum Kosmopolitismus
Menschen verschiedener Kultur leben nicht in verschiedenen Welten; sie leben verschieden in einer Welt. (Christoph Antweiler)
Der Bonner Ethnologe Prof. Dr. Christoph Antweiler hat im Dezember
2010 das Buch: „Mensch und Weltkultur. Für einen realistischen
Kosmopolitismus im Zeitalter der Globalisierung.“ vorgelegt.
Das wissenschaftliche Werk, in dem er für den Kosmopolitismus als
inklusivem Humanismus eintritt, hat grundlegende Bedeutung für das
Denken zum Weltbürgertum und zur Weltgesellschaft.
Er stellt den Kosmopolitismus in den Zusammenhang der Erkenntnisse
verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und hebt ihn aus dem
Dunstkreis wohlmeinender Naivität heraus.
„Christoph Antweiler bringt die Debatte um globale Ethik erstmals
mit breiten kulturvergleichenden Erkenntnissen zusammen und befragt
zentrale Positionen zu Kosmopolitismus und Weltgesellschaft“
(Information des Verlags, s.u.).
Prof. Antweiler hatte bei seinem Referat auf der Jahrestagung von
AWC Deutschland e.V. im Herbst 2010 auf das damals entstehende Buch
hingewiesen und erste Denklinien daraus vorgetragen. Nicht nur aus
diesem Grund weisen wir empfehlend auf sein Buch hin und bieten hier
drei Informationen zum Buch.
1. Jos Schnurer hat im Februar 2011 in socialnet.de eine
Online-Rezension veröffentlicht, die zutreffend und umfassend auf das
Buch eingeht.
Sein Fazit lautet:
„Die kluge Abhandlung zum Komplex „Mensch und
Weltkultur“ von Christoph Antweiler ist kulturanthropologisch begründet
und bürstet vielfache, traditionelle und festgelegte Auffassungen von
einem Eine-Welt-Menschenbild gegen den Strich. Universalien, als
Grundlagen für eine Akzeptanz der Gleichheit der Kulturen und der
Anerkennung der Vielfalt menschlichen Daseins, können nur dann
verbindend im Sinne eines kosmopolitischen Denkens und Handelns wirken,
wenn sie nicht dominant gesetzt, sondern ausgehandelt werden.“
2. Ingrid Schittich hat sich in etwas anderer Weise mit Antweilers
Buch auseinandergesetzt. Sie unternimmt den Versuch, „Gedanken und
Erfahrungen“ beim Lesen festzuhalten, wie sie schreibt.
Daraus wurde ein essayartiger Text, der eigenartig intim Eindrücke
und Empfindungen spiegelt, aber auch die Ungeduld und Leidenschaft
einer Leserin transportiert, die sich selbst ganz entschieden für eine
humanere Weltgesellschaft engagiert.
3. Der trancript-Verlag in Bielefeld bietet online Informationen und eine komfortable, mehr als 30-seitige Leseprobe an.







