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01.10.2010
Starkes Echo auf die Herbsttagung
Begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer - große Anerkennung in der Presse
Vielleicht lag das Thema „Heimat“ ein
wenig in der Luft, vielleicht hatte auch die unrühmliche Schein-Debatte
zur Migration in Berlin die Menschen sensibilisiert. Jedenfalls lockte
die Herbsttagung von AWC Deutschland e.V. am 17. und 18. September in
den drei Veranstal-tungen jeweils bis zu fünfzig Teilnehmerinnen und
Teilnehmer an.
Dass Zuhörer sogar aus dem Raum Zürich
angereist kamen, das übertraf selbst die forschesten Erwartungen der
Organisatorinnen und Organisatoren.
a) Wie viel Heimat braucht der Mensch - in einer globalisierten
Welt?"
Am Freitagabend sprach Prof. Dr.
Christoph Antweiler, Ethnologe an der Universität Bonn, über die Frage
„Wieviel Heimat braucht der Mensch - in einer globalisierten Welt?“ In seinem wissenschaftlich anspruchsvollen und gleichzeitig die
Zuhörerinnen und Zuhörer nie ausgrenzenden Vortrag skizzierte Prof.
Antweiler u.a. ein Bild seines Spezialgebietes, nämlich der
ethnologischen Universalien-Forschung.

Prof. Dr. Christoph Antweiler Bild:awc_ds
In seinem jüngsten
popularwissenschaftlichen Werk „Heimat Mensch - was uns alle verbindet“
(2009) setzt er darauf, dass die gemeinsamen Werte in den verschiedenen
Kulturen aufgezeigt werden, damit die Kulturen in einen Dialog treten
können.

Prof.Antweiler und sein Publikum Bild: awc_ds
Am Gedanken des Weltbürgertums reizt
Antweiler die Spannung zwischen der Anerkennung der Verschiedenheit der
Kulturen und den Menschenrechten des Einzelnen, und dabei besonders dem
Recht auf körperliche Unversehrtheit.
> Presseartikel: Südkurier vom 28. 09. 2010, S. 19.
b) Meine Heimat- deine Heimat. Podiumsgespräch mit fremden
Vertrauten.
Am Samstagvormittag wagte Prof. Dr.
Rainer Fretschner das Experiment, vier Persönlichkeiten mit einem
jeweils besonderen Heimat-Hintergrund an einem Tisch
zusammenzubringen.

Das Podiumsgespräch Bild: awc_ds
Obwohl die Teilnehmer an diesem
Podiumgespräch zum Thema „Meine Heimat - deine Heimat“, den Moderator
eingeschlossen, sich nur kurz vor der Veranstaltung kennen lernen
konnten, entwickelte sich eine Gesprächsatmosphäre, die unerwartet
dicht und authentisch war.
Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten
gebannt und immer wieder emotional berührt, wie vier Menschen von sich
erzählten und davon, was sie in ihren eigenen und in den fremden
„Heimaten“ erlebt haben und erleben.

von links: Adil Asfoor, Benjamin
Beucker, Roberto Salerno, Roger Luamazi-Kitomba, Prof. Dr. Rainer
Fretschner Bild: awc_ks
Ein großes Verdienst am Gelingen dieses
ganz besonderen Vormittags hat Prof. Fretschner, der nach einer
Einführung zum Forschungsstand bei den Themen „Heimat“ und „Migration“
das Gespräch entlang weniger Thesen entwickelte und leitete. Seine
feinfühlige und achtsame Mode-ration beeindruckte die Zuhörerinnen und
Zuhörer ebenso wie die Offenheit und Echtheit seiner
Gesprächspartner.
> Presseartikel: Südkurier vom 28.09.2010, S. 19.
> Presseartikel: Südkurier vom 28.09.2010, S. 20.
c) Heimat - Geborgenheit im Ungewissen?
Der Pschotherapeut Dr. Roland Heinzel
nahm am Samstagnachmittag seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine
nicht ganz antrengungs-freie Reise in die Welt der menschlichen
Psyche.

Dr. Roland Heinzel Bild: awc_ks
Das Thema „Heimat - Geborgenheit im Ungewissen?“ war ihm Anlass, über grundsätzliche Gegebenheiten der menschlichen Seele
nachzudenken. Immer wieder nahm Dr. Heinzel die innere Heimat des
Menschen in den Blick, seinen tragenden Grund, seinen „Mutterboden“. Den
Kern seines Vortrags, der von den Teilnehmerinnen und Teilneh-mern
intensiv verfolgt und gleichsam erlebt wurde, bildete die Einladung,
sich auf eine Geborgenheit im Ungewissen einzulassen. Dr. Heinzel hat
AWC Deutschland e.V. seinen Vortrag freundlicherweise zur
Veröffentlichung überlassen.
Ingrid Schittich, die 1. Vorsitzende von AWC Deutschland e.V.,
dankte Dr. Heinzel - wie schon jeweils zuvor den Referenten und Akteuren
der Tagung - sehr herzlich für sein Referat und für seine Mitwirkung
bei der Tagung.
Mit guter Berechtigung stellte Ingrid Schittich abschließend fest,
dass die Tagung ihr Ziel voll erreicht hat, nämlich einen Beitrag zur
Schärfung des Profils des Weltbürgertums zu leisten.
Der deutsche Zweig der Vereinigung der Weltbürgerinnen und
Weltbürger setzt sich, auch in seiner Satzung, dafür ein, dass die
Idee des Weltbürgertums rational und wissenschaftlich orientiert
weiterentwickelt wird und sich nicht in oberflächliche, wohlmeinende
Schwärmerei verliert.
[Weitere Informationen zur Tagung enthält der Eintrag in dieser Website, der vor der Tagung verfasst wurde.]







