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21.08.2010
Jürgen Rose zum Antikriegstag in Friedrichshafen
Kritisches Referat zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr
1. September 2010, 19 Uhr
Friedrichshafen (Bodensee)
Gemeindesaal Nikolauskirche
Karlstr. 17
Jürgen Rose wird am Antikriegstag in Friedrichshafen zum Thema
„Heldentod am Hindukusch? Die Bundeswehr im Kriegseinsatz in
Afghanistan“ sprechen.
Die Veranstaltung steht in der Tradition des Antikriegstags, der in
Westdeutschland vom Deutschen Gewerkschaftsbund im Jahre 1957 erstmals
begangen wurde. Er erinnert an den militärischen Überfall auf Polen
am 1. September 1939 und damit an den Beginn des Zweiten Weltkrieges.
Zur Veranstaltung laden der DGB, vier Einzelgewerkschaften, die
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen
und Antifaschisten und die katholische Friedensorganisation Pax Christi
ein.
Flyer
Mit Jürgen Rose kommt ein Mann nach Friedrichshafen, der neben
einer blendenden militärischen Karriere immer auch den steinigen Weg
der kritischen Auseinandersetzung mit dem Militärischen und mit seinem
eigenen Handeln gegangen ist.
Er hat vor Kurzem die Bundeswehr im Range eine Oberstleutnants
verlassen und widmet sich ganz seiner Tätigkeit als Publizist und
gefragter Experte.
Als Experte in der taz zum Aussetzen der Wehrpflicht.
Den steinigen Weg mögen zwei Beispiele von vielen illustrieren:
Als erster Soldat in der Bundeswehr verweigerte Jürgen Rose 2007
aus Gewissensgründen seine Mitwirkung am Afghanistan-Einsatz der
Bundeswehr. Seine Entscheidung stieß innerhalb der Bundeswehr und auch
in der politischen Öffentlichkeit weitgehend auf Unverständnis und
schneidende Kritik.
Artikel in der Sü¼ddeutschen
Dass Jürgen Rose von bestimmten Kreisen der Bundeswehr als eine
wenig erfreuliche Erscheinung empfunden wurde, belegen nicht nur
verschiedene dienstliche Maßregelungen, sondern auch eine unrühmlich
berühhmt gewordene E-mail, die ein sog. Kamerad im Jahre 2008 an Jürgen
Rose schrieb.
Die E-mail, in der Jürgen Rose faktisch die Ermordung angedroht
wird, ist ein widerliches Zeugnis entgleisten militärischen Denkens.
Dem Autor der E-mail ist damals dienstlich und strafrechtlich so gut wie
nichts passiert.
Artikel in der Süddeutschen mit dem Wortlaut der E-mail.
Und noch ein Hinweis sozusagen in eigener Sache:
Jürgen Rose versteht sich als Weltbürger und ist seit Oktober
2009 Mitglied bei AWC Deutschland e.V. Er war einer der Referenten bei
der Tagung der AWC im Herbst 2009.
Bericht über die Tagung mit Links zu den Referaten







