Bild: iStock_master1305
Im Artikel vom 23. Februar hatten wir verschiedene Formen vorgestellt, wie Menschen sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.1 
Einig fühlten wir uns  mit unseren Leserinnen und Lesern darin, dass die dritte Option im Beitrag, dieses „Eher-gar-Nicht?“ eine rhetorische Frage sei, dass diese Option ein No-Go sein sollte, sein muss. Wir hatten auf die Formel einer „antrainierten Gleichgültigkeit“ hingewiesen, mit der in Soziologie und Publizistik versucht wird, die politische Überlebensstrategie der Menschen in autoritären Systemen zu beschreiben.


Diese Formel erscheint uns ein tauglicher Anstoß dafür, einmal zu untersuchen, wie es mit der Gleichgültigkeit in unserem Land bestellt ist. Oder anders gefragt, ob wir trotz eines schwerst aufwändigen, oberflächlich emsig funktionierenden Demokratiebetriebs im Grunde möglicherweise ein unpolitisches Land sind.
 
Mit dieser Frage wird unsere Serie umgehen. Wir werden engagierte Menschen und Gruppen zeigen, die ohne eine Spur von Gleichgültigkeit agieren. Ohne zu verurteilen werden wir aber auch verstehen wollen, warum für so viele Menschen in Deutschland die Gleichgültigkeit eine „lebenserhaltende“ Einstellung zu sein scheint. 
 
Es kann gut sein, dass Millionen Menschen in unserem Land einfach weder Zeit noch Energie haben, sich für das gesellschaftliche und politische Leben auch nur zu interessieren, geschweige denn, es mitzugestalten.
 


Die sich bei ihrem Überleben, bei ihrer Jagd nach ein bisschen Glück, wie ein Boxsack fühlen, auf den das Leben eindrischt, immer wieder, dumm, unberechenbar und ohne erkennbaren Grund. Doch halt, den kommenden Artikeln soll hier nicht vorgegriffen werden. 
        k.sch.
1 Artikel über Vorgehensweisen in der Zivilgesellschaft 
 
Hinweise: 

Die № 1 der Serie liegt vor.
Die № 2 ist in Arbeit, in Wien.
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