Voträge in Brake und Oldenburg am 23. und 24. Januar
Ein ganzes Ensemble von Veranstaltern hat Florian Pfaff zu zwei Veranstaltungen in den Norden der Republik eingeladen.
In Brake an der Unterweser rühren der DGB, Verdi, der Humanistische Verband Unterweser und die Weltbürger Weser-Ems die Werbetrommeln zur Veranstaltung am Freitagabend.
In Oldenburg werben der Humanistische Verband Oldenburg und die Weltbürger Weser-Ems für ihre Veranstaltung am Samstagnachmittag.
Beide Veranstaltungen sind in der lokalen Presse gut vorbereitet, zur Veranstaltung in Oldenburg gelangt man sogar online über die Website der Stadt.
Die Frage, ob und unter welchen Umständen Soldatinnen und Soldaten die Loyalität zu ihrem Staat begrenzen können und müssen, ist aktueller denn je.
Der Aufruf israelischer Soldatinnen und Soldaten am 8. Januar 2009 an ihre Kameradinnen und Kameraden, den Einsatz im Gaza-Streifen zu verweigern, ist ein Beispiel dafür.
Seine Weigerung am Irak-Krieg mitzuwirken, hat seit März 2003 das Leben von Florian Pfaff grundlegend verändert.
Darzustellen und zu erklären, dass Soldatinnen und Soldaten in bestimmten Situationen nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich verpflichtet sind, den Gehorsam zu verweigern, ist mittlerweile zur persönlichen Mission des Majors aus München geworden.
Diese Mission führt ihn landauf, landab zu Gruppen und Organisationen, die ihn einladen, Über seine Erfahrungen zu sprechen und sein Buch „Totschlag im Amt. Wie der Friede verraten wurde“ vorzustellen.
Am Ende seiner Vorträge und Lesungen fordert Florian Pfaff seine Zuhörerinnen und Zuhörer immer dazu auf, das Gehörte nicht für sich zu behalten, sondern es weiter zu erzählen.
Ihm ist durchaus bewusst, dass die Medien ihm und seinem Anliegen nicht überall so wohlwollend gesonnen sind wie kürzlich in der schwäbischen Kleinstadt Horb.
Dort, wo übrigens hoch über dem Neckartal ein Bundeswehrstandort thront, wurde nicht nur deutlich über seine Kritik an der Bundeswehr berichtet. Die Südwest-Presse/Neckar-Chronik machte die Vision dieses außergewöhnlichen Soldaten zum Titel ihres Berichts: „Kein Recht auf Frieden?“.
Major Pfaff, der sich zu einer strikten Ethik des Nicht-Angreifens bekennt, bringt mit seiner Vision von einem Grundrecht auf Frieden ein völlig neues Element in das Nachdenken über das Zusammenleben der Menschen ein.
All denen, die keine Gelegenheit haben, Florian Pfaff live zu hören, bieten wir einen kleinen Service an.
Unsere Website enthält die Audiodatei seines Vortrags „Loyalität hat Grenzen. Der Fall Florian Pfaff“vom Oktober 2007 in Überlingen bei uns. Die Zeit von knapp einer Stunde zum Anhören sollte man sich einfach einmal nehmen.
Die Datei ist aus technischen Gründen geteilt:
Audiodatei Teil 1 (30 Min.)
Audiodatei Teil 2 (28 Min.)